TOP – Ambonesenwäldchen

Sie befinden sich auf dem nordöstlichsten Polder der Niederlande: dem Carel Coenraadpolder. Der Polder wurde 1924 eingedeicht und ist damit der letzte Polder, der auf dem Dollard zurückerobert wurde.

Das Pappelwäldchen, neben dem Sie jetzt stehen, hat eine lange Geschichte. In den Dreißigerjahren wurden durch den Dienst „Uitvoerende Werken“ (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zur Beseitigung der Nachkriegsarbeitslosigkeit) Baracken errichtet, für die Deicharbeiter, die an der weiteren Eindeichung des Dollard arbeiteten. 1942 errichteten Deutschland dort eine Geschützstellung, genannt Dollart Süd. Dies war eine der 16 Geschützbatterien zur Luftverteidigung von Emden.

Zwischen 1945 und 1950 befand sich hier ein Internierungslager für holländische Nationalsozialisten. Die hierfür gebauten Baracken wurden zwischen 1953 und 1961 für die vorübergehende Unterbringung von ungefähr 300 Menschen aus Ambon genutzt. Diese Ambonesen hatten im ehemaligen Niederländisch Indien auf der Seite der Niederlande gekämpft. Nach ihrer Abreise wurde das Lager abgerissen und das Pappelwäldchen angelegt. Zum Wäldchen gehört auch der frühere Munitionslagerplatz der Deutschen, der als Gefängnis für die Nationalsozialisten genutzt wurde. Das Häuschen wurde zum Ferienhaus umgebaut und heißt jetzt Dollart Süd. Im Volksmund wird der Ort noch immer das Ambonesenwäldchen genannt.

Radfahren

Radfahren entlang des Dollard, 31 km
Streckenverlauf entlang folgender Radknotenpunkte: 22-97-93-95-88-90-92-75-20-21-22

Wandern

Deichvorland- und Polderroute, ca. 12,2 km
Streckenverlauf entlang der Knotenpunkte Wattwandern: 52-45-(49-45)-71-90-87-88-89-50-52
Wenn Sie zwischendurch noch eine Wanderung auf das Deichvorland des Dollard machen möchten, dann überqueren Sie bei Knotenpunkt 50 oder 45 den Deich und folgen Sie den Hinweisschildern mit einem Schaf.


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