Das Groninger Watt

Was ein flüchtiger Blick nicht sofort preisgibt, ist die riesige Artenfülle unter und knapp über dem Wasserspiegel des Wattenmeers: Das Watt ist Lebensraum für etwa 10.000 kleine und große Tierarten und 250 Pflanzenarten. Aufgrund dieser einzigartigen Flora und Fauna und der zahlreichen Biotope wurde das Wattenmeer von der UNESCO im Juni 2009 zum Weltnaturerbe erklärt. Damit ist Groningen stolzer Miteigentümer eines Gebiets, das sich vor Naturwundern wie dem Grand Canyon in den Vereinigten Staaten und dem Great Barrier Reef in Australien nicht verstecken muss!

Die Groninger Wattküste erstreckt sich über einen 34 Kilometer langen Streifen zwischen dem Lauwersmeer und Eemshaven. Das lang gestreckte Tidegebiet jenseits des Deichs mit seinen Salzwiesen und Wattflächen ist vor allem für seine zahlreichen Watt- und Wasservögel bekannt, die hier in der Vogelzugzeit und im Winter anzutreffen sind, kann aber auch mit seiner Flora und Fauna beeindrucken, die sich konstant an die wechselnden Landschaften in einem Gebiet anpassen, in dem Süß- und Salzwasser aufeinander treffen.

Der Küstenbereich hinter dem Deich ist von Offenheit, Ruhe und Weite geprägt, die man in dieser Form andernorts kaum noch findet. Die Polderlandschaft mit ihren weitläufigen Äckern, ehemaligen Seedeichen, imposanten Bauernhöfen und jahrhundertealten Warftendörfern bietet neben vielen Fahrrad- und Wanderwegen mit den für Groningen typischen Landhäusern, den Borgen, ein reiches kulturhistorisches Erbe und zahlreiche beeindruckende Orte.

 

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